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Erhöhte Lüftungswärmeverluste bei Berechnungen nach DIN V 18599-2

Bei der Berechnung nach DIN V 18599 ergeben sich oft höhere Lüftungswärmeverluste als bei der Berechnung nach DIN V 4108-6. Das fällt vor allem beim reinen Fensterluftwechsel auf. Bei der Berechnung nach DIN V 4108-6 wird der Lüftungswärmeverlust mit einem Luftwechsel von n=0,7 bzw. n=0,6 (abhängig von der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle) berechnet.

Nach DIN 18599-2 wird der Volumenstrom einerseits durch die Luftdichtigkeit (Infiltrationsluftwechsel ninf) und andererseits durch den Mindestaußenluftvolumenstrom (entspr. »Nutzungsprofil nach DIN V 18599-10Fensterluftwechsel nwin) bestimmt.

Mit dem folgenden Berechnungstool lassen sich die beiden Werte und der Gesamtwert relativ leicht berechnen (Berechnung des Luftwechsels nach DIN V 18599 Nr. 6.3.1/6.3.2):

 

Brutto-Volumen: Ve =
Netto-Volumen: V =
Netto-Grundfläche der Zone: AB =
Geschosshöhe: hg = m
Luftdichtigkeit der Gebäudehülle: n50 = h-1
flächenbezogener Mindestaußenluftvolumenstrom (Nutzungsprofil): VA = m³/(m²h)
Nutzungsbedingter Mindestaußenluftwechsel: nnutz = 0,00 h-1
tägliche Nutzungsdauer: tnutz = Std.
 
 
Ergebnisse
 
Infiltrationsluftwechselrate: ninf = 0,00 h-1
Fensterluftwechselrate: nwin = 0,00 h-1
gesamter Luftwechsel: ngesamt = 0,00 h-1
Luftwechsel nach DIN V 4108-6: n = 0,00 h-1 (0,00%)

 

Bei einem Mindestaußenluftvolumenstrom von 2 bis 4 m³/(m²h) liegen die Lüftungswärmeverluste noch im Rahmen der DIN V 4108-6. Bei höheren Luftwechselraten (viele Nutzungsprofile haben höhere Luftwechselraten) steigt jedoch der Lüftungswärmeverlust erheblich.

Das führt dann auch ganz schnell zu Luftwechselraten durch den Fensterluftwechsel, die in der Praxis gar nicht oder nur selten vorkommen. Nutzer nehmen öfter einen schlechteren (als den für die Nutzung hygienisch sinnvollen) Luftwechsel in Kauf.

Gerade im Zusammenhang mit der Energieberatung sollte dieser sehr wesentliche Berechnungsfaktor nicht aus den Augen verloren werden.